Das STEPHGE Theater...

...ursprünglich enstanden aus der kirchlichen Jugendarbeit der „Stephanus Gemeinde Pfaffengrund-Heidelberg“ (daher der Name STEPHGE) steht das seit 1990 existierende Ensemble für Selbstverwirklichung, Theater, Engagement, Phantasie, Hingabe, Gemeinschaft und Enthusiasmus - Eigenschaften, ohne die zeitgenössisches freies Theater nicht möglich wäre. Das Konzept, mit Jugendlichen Theater zu spielen und ihnen dadurch eine alternative Art der Freizeitgestaltung zu bieten, wurde weiter verfolgt, aus dem Theater sollten die Einzelnen Kraft schöpfen und so ihrerseits wieder neue Kraft in den Gruppenprozess einbringen. Neben der Jugendkulturarbeit stand aber von Anfang an künstlerische Professionalität und unkonventionelles, ansprechendes Theater im Vordergrund.

Das erste Projekt entstand 1990/91 mit „Voll auf der Rolle“, dessen Aufführungen bei Publikum und Presse auf unerwartet große Resonanz stieß. „Die Inszenierung des Stücks[...] ist zu schade, um nach nur zwei Aufführungen in der Versenkung zu verschwinden, das Stück hat das Recht, noch öfter gespielt zu werden.”

In den Folgejahren entstanden Bühnenproduktionen wie „Momo“ von Michael Ende, „Das Dschungelbuch“ nach Kippling, Kästners „Pünktchen und Anton“, Wedekinds „Frühlingserwachen“ und Schillers „Die Räuber“. Sogar mehrere Musicals kamen zur Aufführung: „Casting“, „Der Glöckner von Notre Dame“ (ein eigens für STEPHGE geschriebenes Musical von J.S.Mohr und dem Heidelberger Komponisten Michael Bellmann) und „Linie 1“, mit dem „STEPHGE-junges theater Pfaffengrund“ im Jahr 2001 sein 10-jähriges Bestehen feierte (und so nach zehn Jahren an seinen Ursprung zurückkehrte und wie schon mit „Voll auf der Rolle“ ein Stück des Berliner Grips-Ensembles auf die Bühne brachte).

Dann folgte die Produktionen „Hexenjagd“ von Arthur Miller 2002 und Goethes „Faust“ 2003. Beide Stücke setzten einen weiteren wichtigen Akzent in der Heidelberger „Off“-Theaterszene.

Neben den jährlichen, jeweils im Frühjahr stattfindenden Premieren verwirklichte STEPHGE außerdem verschiedene Konzerte, Lesungen und kleinere Bühnenstücke im Rahmen von gemeinnützigen Veranstaltungen in Heidelberg.
Für die Verwirklichung solcher Produktionen gehören neben den Schauspielern natürlich ebenso Menschen, die sich um Organisatorisches kümmern, um Bühne, Technik, Kostüme, Maske, Fotos, Musik etc... Auch in diesen Bereichen ist STEPHGE stetig gewachsen und hat mittlerweile eine Vielzahl von Helfern aus vielen Bereichen um sich versammelt. All diese Mitwirkenden, die nur in ihrer Gesamtheit STEPHGE ausmachen, schaffen eine Atmosphäre, die professionelle und erfolgreiche Produktionen erst ermöglicht.

Unter der Leitung des Regisseurs und Sozialpädagogen Joerg Steve Mohr entwickelte sich STEPHGE in den vergangenen 14 Jahren zu einem wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben Heidelbergs und bietet mit den jährlich neuen Produktionen eine Alternative zu den staatlich subventionierten Häusern der Region. Mittlerweile konnte sich STEPHGE in der Theaterlandschaft des Rhein-Neckar-Raumes etablieren und füllt jedes Jahr erneut alle bespielten Theater bis auf den letzten Platz.

Mit den Jahren ist STEPHGE zu einem Anziehungspunkt für freie Schauspieler aus der gesamten Region geworden. Heute umfaßt STEPHGE ein ca. 25-köpfiges Schauspielerensemble sowie Musiker und Menschen, die sich um die Verwaltung, Kartenverkauf, um Licht- oder Tontechnik kümmern.

Viele der Mitglieder widmen sich inzwischen noch anderen Bühnenprojekten, so auch der Gründer Joerg Steve Mohr, der als Regisseur, Autor und Produzent mit vielen anderen Bühnen zusammenarbeitet.

Der Jugendarbeit entwachsen, wurde der Name „STEPHGE-junges theater Pfaffengrund“ folgerichtig in „STEPHGE Theater“ umgewandelt.

Für Anfang 2005 hat STEPHGE es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Theaterstück „Bang Bang, du bist tot“ von William Matrosimone sich einem Thema zu widmen, das immer größere präsents in unserem Alltag findet. Gewalt an und von Jugendlichen..